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In diesem Jahr, am Freitag, dem 25. Mai, wurden in der Tschechischen Republik Kirchen und religiöse Denkmäler für die Nacht der Kirchen im Jahr 2018 geöffnet. In der Diözese Litoměřice (Leitmeritz), zu der auch unsere Kirche gehört, wurden 216 Objekte geöffnet und es wurden 32.000 Besucher gezählt. Wie es schon Tradition ist wurde die Kirche der Geburt von Sankt Johannes des Täufers geöffnet. Die Feierlichkeiten diesmal gedachten der Einweihung der Kirche vor 300 Jahren am Festtag des St. Wenzel. Die diesjährige Nacht der Kirchen fand in unserem festlichen Geist statt, und wir hatten eine ausgezeichnete Feier. Der Innenraum wurde von 300 Kerzen beleuchtet – jede mit einer Nummer für ein Jahr seines „Lebens“. Die Besucher konnten die Klänge unseres Musikorganisten Vladimír Heuler hören, den ein wunderschöner Gesang von Frau Vendula Chmelíková begleitete. Es war unglaublich.

Darüber hinaus wurden mit einer Powerpoint-Präsentation den Besuchern die Pfarrer seit dem 14. Jahrhundert vorgestellt, und eine Ausstellung der besten Werke von Kindern aus lokalen Schulen zum Thema: Die „Barocke Kirche in Šenov – Barockes Šenov in der Kirche“. Vor der Kirche bereitete Markéta Váchalová-Vojtíšková für Kinder eine Kunstwerkstatt vor, in der jeder für eine Nacht Architekt werden und mit einem internen LED-Beleuchtungslicht eine eigene Kirche bauen konnte. Der Abschluss des Abends wurde vom Direktor der Glasfachschule Pavel Kopřiva und seinen Studenten von der Universität von Ústí nad Labem (Fakultät für Angewandte Kunst und Design) mit Videomapping oder Projektion an der Fassade der Kirche betreut.

Auch im Turm war es voll. Wir konnten unsere Hauptglocke jede Stunde hören. Die Erfahrung war beeindruckend, besonders für die kleinen Kinder. Unter uns zitterte die ganze den Holzkonstruktion, denn die Stimme unserer Glocke ist sehr ausgeprägt! Die Renaissance- Glocke von Kamenický Šenov (früher: Steinschönau) hat keinen Namen, sie wurde niemandem geweiht, als sie im Jahr 1615 entstanden ist. Es war nach der Billigung religiöser Freiheiten durch das Toleranzpatent von Kaiser Rudolf II. im Jahre 1609und vor der Schlacht am Weißen Berg im Jahr 1621. Das war zu einer Zeit, als die persönliche Religionsfreiheit garantiert war. Der Besitz von Česká Kamenice gehörte der Familie Kinsky, die zu dieser Zeit sowohl von Katholiken als auch von Protestanten vertreten wurde. In Steinschönau waren der lutherische Pastor und die Gläubigen allesamt Lutheraner (Protestanten). Die Holzkirche, die seit der Mitte des 16. Jahrhunderts auf dem Alten Friedhof stand, war lutherisch und unsere Glocke wurde für ihren Turm gekauft. Protestanten (Lutheraner, Evangelikale, Hussiten …) erkennen die Heiligkeit der Heiligen nicht an, deshalb haben sie keine Kapellen, Kirchen, Glocken … im Namen von Heiligen, und aus diesem Grunde hat unsere Glocke in Kamenický Šenov bis heute keinen Namen.

Wir in Kamenický Šenov zählten 230 Kirchenbesucher für die Nacht der Kirchen! Kleine Snacks werden traditionell von den Damen von Sonow gepflegt. Danke. Dank sei auch gesagt den Organisatoren der Pfarrei, dem Verein Sonovnd der Stadt sowie den Künstlern, die es geschafft haben, an diesem einzigartigen Ort eine einzigartige Atmosphäre zu zaubern. Der größte Dank aber gehört allen, die zu einer sehr schönen Feier gekommen sind.

  1. Vácha, K. Machová, D. Liptáková, K. Löwyová

 

(Aus: Šenovské listy, Juli-August 2018, S. 22.

Übersetzung: W. Erlenbach mit translate.google.de und Freigabe durch R. Vachá)

Samstagmorgen, 5:05 Uhr – Blick aus dem Fenster: ES REGNET!

Was haben wir uns nach Regen gesehnt in all den zurückliegenden heißen und trockenen Wochen – aber doch nicht an diesem Tag!

Ein Blick in das Regenradar des WRD (hoffentlich haben die auch die Daten aus Belgien und Frankreich!) lässt uns zu der Entscheidung kommen: Wir nehmen am Flohmarkt teil!

6:10 Uhr: Wir stehen an den Eingangstoren zum Freizeitpark, Ulrike an der Schubertstraße, ich am Parkplatz von Monte Mare. Langsam wird die Menge an den Toren größer – trotz Nieselwetters.

7:00 Uhr: Eigentlich sollten jetzt die Tore geöffnet werden, aber die gelben Engel der Stadtverwaltung sind noch nicht zu sehen. „Es wäre ja ein Witz, wenn das Tor offen wäre!“ – die Frau, die diesen Einfall hatte, drückt die Klinke runter, und das Tor ist wirklich offen. Ein Run beginnt wie beim Schlussverkauf oder wenn Aldi am Montagmorgen ein sensationelles Angebot hat. Die Gelben Engel kommen uns sehr verdutzt entgegen, aber wir haben den entscheidenden Vorteil gegenüber den anderen Toren. Und so kann ich genau den Claim abstecken, den wir auch besetzen wollten.

Patrick kommt mit den beiden Pavillons und 6 Meter Tapeziertischen, die wir aufbauen. Hermann, Patrick und ich holen die 21 vollen Bananenkisten, die schon am Vortage gepackt waren, aus dem Auto, Marita und Ulrike packen aus und drapieren unsere Schätze malerisch auf den Tischen. Als es dann gegen 8:00 Uhr doch noch einmal anfängt zu regnen, sind wir froh, dass alles unter den Pavillons steht.

Und dann, trotz abwechselnden Sonnen- und Schattenzeiten (Jacke aus, Jacke an): Das Wetter bleibt trocken.

Gerda, Christa und Uwe sowie Waltraud stoßen im Laufe des Tages dazu und haben wie wir anderen Spaß am Verkaufen sowie an einigen guten Gesprächen, denn es wird von manchen Kunden, die unser Hinweisschild sehen –  „Der Erlös dieses Flohmarkt wird gespendet für die Rettung des Alten Friedhofs in Steinschönau (Kamenický Šenov)“ – interessiert und sehr wohlwollend nachgefragt. Einige Vorher-Nachher-Bilder der Renovierungen und die Erklärungen dazu regen auch manchmal zu kleinen Spenden an, einmal mit den Worten „Ich bin Pfarrerstochter und finde Ihre Arbeit großartig:“

Eine von Uwe gespendete Kamera mit Zubehör und Tasche (Danke, Uwe!) fand im Laufe des Nachmittags einen begeisterten Abnehmer, nachdem dieser sich zuvor genau informiert hatte, dass alle Anschlüsse zu seinem vorhandenen Equipment passten. Und wir konnten neben anderen Sachen dieses Mal erstaunlicherweise sogar Glas und Porzellan loswerden.

15:30 Uhr: Da rund um uns schon sehr früh abgebaut wurde fangen auch wir an zusammenzupacken. Albert kam noch dazu, und am Ende mussten wir „nur“ noch 19 Kisten abtransportieren.

Trotz eines wetterbedingt nicht so starken Andrangs bei diesem Flohmarkt haben wir, nach Aufrundung, 200,- € für „unseren“ Friedhof einnehmen können – noch einmal herzlichen Dank an alle Spender, Käufer und vor allem an die Helfer!

 

Im Namen des Vorstands der „Freunde und Partner von Kamenický Šenov / Steinschönau und Umgebung e.V.“

Walter Erlenbach

Die Kinder- und Jugendinitiative Merzbach veranstaltet zwei mal im Jahr eine – weit über Rheinbach hinaus bekannte und beliebte – Kinderkleiderbörse.

Seit vielen Jahren haben Verkäufer die Möglichkeit, ihre nicht verkaufte Ware, die sie aber auch nicht mehr mit nach hause nehmen wollen, zu spenden: für eine Kinderkleiderbörse in der Rheinischer Partnerstadt…

 

Lesen sie den ganzen  Artikel im Heft „Kultur und Gewerbe“ Juli 2018. Einen Auszug halten wir unter diesem Artikel zum Download bereit.