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Samstagmorgen, 5:05 Uhr – Blick aus dem Fenster: ES REGNET!

Was haben wir uns nach Regen gesehnt in all den zurückliegenden heißen und trockenen Wochen – aber doch nicht an diesem Tag!

Ein Blick in das Regenradar des WRD (hoffentlich haben die auch die Daten aus Belgien und Frankreich!) lässt uns zu der Entscheidung kommen: Wir nehmen am Flohmarkt teil!

6:10 Uhr: Wir stehen an den Eingangstoren zum Freizeitpark, Ulrike an der Schubertstraße, ich am Parkplatz von Monte Mare. Langsam wird die Menge an den Toren größer – trotz Nieselwetters.

7:00 Uhr: Eigentlich sollten jetzt die Tore geöffnet werden, aber die gelben Engel der Stadtverwaltung sind noch nicht zu sehen. „Es wäre ja ein Witz, wenn das Tor offen wäre!“ – die Frau, die diesen Einfall hatte, drückt die Klinke runter, und das Tor ist wirklich offen. Ein Run beginnt wie beim Schlussverkauf oder wenn Aldi am Montagmorgen ein sensationelles Angebot hat. Die Gelben Engel kommen uns sehr verdutzt entgegen, aber wir haben den entscheidenden Vorteil gegenüber den anderen Toren. Und so kann ich genau den Claim abstecken, den wir auch besetzen wollten.

Patrick kommt mit den beiden Pavillons und 6 Meter Tapeziertischen, die wir aufbauen. Hermann, Patrick und ich holen die 21 vollen Bananenkisten, die schon am Vortage gepackt waren, aus dem Auto, Marita und Ulrike packen aus und drapieren unsere Schätze malerisch auf den Tischen. Als es dann gegen 8:00 Uhr doch noch einmal anfängt zu regnen, sind wir froh, dass alles unter den Pavillons steht.

Und dann, trotz abwechselnden Sonnen- und Schattenzeiten (Jacke aus, Jacke an): Das Wetter bleibt trocken.

Gerda, Christa und Uwe sowie Waltraud stoßen im Laufe des Tages dazu und haben wie wir anderen Spaß am Verkaufen sowie an einigen guten Gesprächen, denn es wird von manchen Kunden, die unser Hinweisschild sehen –  „Der Erlös dieses Flohmarkt wird gespendet für die Rettung des Alten Friedhofs in Steinschönau (Kamenický Šenov)“ – interessiert und sehr wohlwollend nachgefragt. Einige Vorher-Nachher-Bilder der Renovierungen und die Erklärungen dazu regen auch manchmal zu kleinen Spenden an, einmal mit den Worten „Ich bin Pfarrerstochter und finde Ihre Arbeit großartig:“

Eine von Uwe gespendete Kamera mit Zubehör und Tasche (Danke, Uwe!) fand im Laufe des Nachmittags einen begeisterten Abnehmer, nachdem dieser sich zuvor genau informiert hatte, dass alle Anschlüsse zu seinem vorhandenen Equipment passten. Und wir konnten neben anderen Sachen dieses Mal erstaunlicherweise sogar Glas und Porzellan loswerden.

15:30 Uhr: Da rund um uns schon sehr früh abgebaut wurde fangen auch wir an zusammenzupacken. Albert kam noch dazu, und am Ende mussten wir „nur“ noch 19 Kisten abtransportieren.

Trotz eines wetterbedingt nicht so starken Andrangs bei diesem Flohmarkt haben wir, nach Aufrundung, 200,- € für „unseren“ Friedhof einnehmen können – noch einmal herzlichen Dank an alle Spender, Käufer und vor allem an die Helfer!

 

Im Namen des Vorstands der „Freunde und Partner von Kamenický Šenov / Steinschönau und Umgebung e.V.“

Walter Erlenbach

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